Geschichte

Journalistenschule mit Tradition

Die BJS Berliner Journalistenschule gUG. hat ein klares Ziel: Journalisten sollen eine sehr gute Aus- und Weiterbildungen bekommen. Unsere Schule legt  Wert auf höchste Ansprüche und setzt damit die Tradition ihrer Vorgängerin, der 1986 gegründeten BJS Berliner Journalisten-Schule gGmbH, fort. Aus ihr ist die heutige Journalistenschule im November 2015 hervorgegangen. In denselben Räumen mit bewährten Dozenten aus der Praxis baut die Schule ihr Angebot ständig aus und stellt sich auf die neuen Anforderungen der Medienwelt ein.

 

 

Aufbruch im Jahr 1986: BJS-Klassen in München

Berliner Woche Abschlusszeitung
Erste Abschlusszeitung der BJS-Lehrredaktion

Die ersten Lehrredaktionen der Berliner Journalisten-Schule mussten noch nach München reisen. Die Kosten der so genannten Berliner Klassen der Deutschen Journalistenschule übernahm der Journalisten-Verband Berlin.

 

1989 gilt als das eigentliche Gründungsjahr der Schule, denn am 1. November begann die erste eigene Lehrredaktion der BJS ihre Ausbildung.

 

Die angehenden Journalistinnen und Journalisten absolvierten nun die komplette Fernseh- und Hörfunkausbildung in Berlin. Dazu hatte die BJS ein Studio am heutigen Sitz des Offenen Kanals angemietet. Nur die Printausbildung (Zeitungen, Zeitschriften, Nachrichtenagenturen) blieb vorerst in München.

1992: Komplette Lehrredaktion in Berlin

Journalistische Weiterbildung in den 90er Jahren
Die Lehrredaktion der 90er Jahre bei der Arbeit

Die Qualität der Ausbildung sprach sich schnell herum und eine Flut von Bewerbungen erreichte die Schule. Der Journalisten-Verband wollte nun seinem Anspruch einer „Berliner Schule“ gerecht werden. 1992 war es soweit: Mit dem gesammelten Know-How, neuen Kontakten und viel Engagement konnte die Schule alle Lehrveranstaltungen komplett nach Berlin verlegen. Schulleiter wurde der Journalist Manfred Volkmar, der die BJS bis November 2012 führte. 

 

Einmal im Jahr, eine Zeitlang zweimal, begann eine Lehrredaktion ihre Ausbildung. Gleichzeitig trug die BJS ihre Kompetenz stärker nach außen: Auch für berufstätige Journalisten sowie PR- und Kommunikationsfachleute bot sie nun Seminare und Kurse in der Weiterbildung an.

2002: Neue Austausch- und Traineeprogramme

Logo Journalistenaustausch Medien-Mittler
Logo des Austausch-Programms

Neben Aus- und Weiterbildung setzte die BJS im neuen Jahrhundert auch auf internationale Kontakte. Seit dem Jahr 2002 bot sie gemeinsam mit der Robert-Bosch-Stiftung das Austauschprogramm "Medien - Mittler zwischen den Völkern" an. Zielgruppe waren Journalisten aus Mittel- und Osteuropa. Das Programm lief im Jahr 2015 aus. Inzwischen führt die BJS für die Robert Bosch Stiftung GmbH ein Stipendienprogramm durch, das  anspruchsvolle Rechercheprojekte  unterstützt.
 

2005: Neues Studio am Alexanderplatz

Hörfunk- und TV-Studio der BJS
Umzug: Das Radio- und Fernsehstudio kommt vom SFB zum Alexanderplatz

Jahrelang war die Ausbildung an der BJS geteilt: Die Grund- und Printausbildung fand am Alexanderplatz in Mitte statt, die Radio- und Fernsehausbildung im Haus des Rundfunks des damaligen Senders Freies Berlin in Charlottenburg.

 

Das Jahr 2005 markiert eine kleine Revolution. Im Pressehaus am Alexanderplatz eröffnete das neue schuleigene Hörfunk- und Fernsehstudio. Seminarräume, Computerarbeitsplätze und Studio sind nun zentral an einem Ort vereint. Die BJS verfügt damit über eine professionelle Infrastruktur, um mitten in Berlin Fernseh- und Radiosendungen zu produzieren.

2010: Neustart als gGmbH

Eine sehr gute Ausbildung kostet viel Geld. Die BJS hat im Laufe der Jahre immer wieder neue Ideen entwickelt, um ihren Fortbestand zu sichern.

 

In den Anfangsjahren konnte sie sich über gemeinnützige Aktionen des DJV Berlin finanzieren, etwa den Berliner Presseball. Dieses Finanzierungsmodell geriet aber Ende der 90er Jahre in die Krise - unter anderem, weil der größere Bundespresseball von Bonn nach Berlin umzog und dem Berliner Ball Konkurrenz machte.

 

Mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes Berlin konnte die BJS aber ihre Arbeit fortsetzen - bis zum Jahr 2009, in dem die Förderung auslief. Die BJS hat sich seitdem völlig neu strukturiert. Das Ziel: Die Schule sollte unabhängig und gemeinnützig bleiben. Im Jahr 2010 wurde die Berliner Journalisten-Schule eine gemeinnützige GmbH. 2015 ging aus ihr die heutige, ebenfalls gemeinnützige BJS Berliner Journalistenschule gUG hervor.

Heute: Eine Schule mit Zukunft

Die Seminare im Bereich Aus- und Weiterbildung sichern den laufenden Betrieb auch ohne Lehrredaktion. Wegen ihres großen Netzwerks ist die BJS mehr als nur irgendeine Journalistenschule. Sie ist eine lebendige Institution, die gestern wie heute für die hervorragende Aus- und Weiterbildung von Journalisten und Medienschaffenden im In- und Ausland steht.