"Nach dem Osten mit unbekanntem Ziel"

20. Mai - BJS und Buchhandlung Marga Schoeller laden ein: Lesung mit Autor und Ex-Spiegel-Journalist Andreas Lorenz

Ein Schüler besucht mit seiner Klasse das ehemalige Konzentrationslager Auschwitz. In einem Raum, hinter einer Glasscheibe, türmen sich Brillen, verstaubte Schuhe – und hunderte leere Gepäckstücke. In einem braunen Koffer steht als Eigentümer: „H. Lewandowski“. Der Schüler stutzt. Steht er vor einem Gepäckstück, das sein Großvater auf dem Weg in den Tod dabei hatte? Denn der hieß Hugo Lewandowski und war in Auschwitz ermordet worden. 

 

Fast 50 Jahre nach diesem Erlebnis hat der ehemalige Spiegel-Journalist Andreas Lorenz sich auf den Weg gemacht und die Geschichte seines Großvaters, eines wohlhabenden Kaufmanns, recherchiert. Warum war er nicht mit seinen zwei Kindern ins Ausland geflohen? Warum war er aus Königsberg ausgerechnet in die Nazi-Metropole Berlin gezogen? Bei seinen Recherchen stieß Lorenz auf Opfer und Täter, auf Widerstandskämpfer und auf Industrielle, die mit den Nazis gemeinsame Sache machten. 

 

Der Eintritt ist frei

Ort: Berliner Journalistenschule, Knesebeckstraße 74, 10623 Berlin.

Termin: 20. Mai, 19 Uhr